Razer Blade 14

Seit 11. November 2013 bin ich der Besitzer eines Razer Blade 14″ Notebooks. Dieses Notebook ist nur in den USA, Kanada und Australien erhältlich. Aufgrund mangelnder Beziehungen in die USA, Canada und Australien, habe ich das Notebook über einen Zwischenhändler auf Ebay bezogen. Hierbei stieg der Preis des Notebooks um 100€. (+50€ Versand)

Razer Blade 14

Technische Daten

Sicherlich sind euch die Technischen Daten des Razer Blades bereits bekannt. Hier jedoch noch einmal zusammengefasst.

CPU: Intel Core i7 4702HQ mit Hyperthreading
Caches: L1-D 32KB, L1-I 32KB, L2 256KB, L3 6MB
GPU: NVIDIA GeForce GTX 765M 2GB GDDR5
Onboard GPU: Intel HD 4600
RAM: 8GB DDRL Dual Channel
SSD: 128GB/256GB/512GB SATA 6.0
Display: 14″ HD+ 1600×900 TN Panel
WLAN: Killer Wireless-N 1202

Im Detail – CPU

Hyperthreading bedeutet, dass der Prozessor mehrere Threads, Befehle und Datenströme parallel ausführt. Dies steigert die Leistung und die Effizienz der CPU.

Weder beim Spielen/Programmieren oder Rendern konnte ich die CPU an ihre Grenzen treiben. Die Standartauslastung im normalem Office Betrieb beträgt 1-2%.
Die Auslastung im Spielbetrieb beträgt, je nach Spiel, 30 – 40%.
Selbst bei der parallelen Ausführung von Spielen und Anwendungen, befindet sich die CPU nie bei 100% ihrer Auslastung.

Im Detail – GPU

GDDR5 ist bis dato der aktuellste Speicher für Grafikkarten. Die Geschwindigkeit des Speichers befindet sich zwischen 5 und 7GB/s.

Für eine detaillierte Benchmark siehe Notebookcheck.com.

Bis jetzt gab es noch kein Spiel, dass ich nicht auf den Einstellungen “Ultra” spielen konnte. Dazu zähle ich: Battlefield 3, Far Cry 2, League of Legends, Darksiders 1 und 2, Call of Duty BO 2. Die FPS Rate sinkt nie unter 30. Bei den aufgezählten Spielen befindet sich die FPS Rate zwischen 30 und 60.

Im Detail – RAM

Es handelt sich um ein DDRL RAM. Das “L” steht für “Low voltage”. Der RAM verbraucht weniger Strom und trägt somit zum längeren Akkubetrieb bei. Für den normalen Office/Programmier- und Spielbetrieb sind 8GB ausreichend.

Im Detail – SSD

Eine 256GB SSD befindet sich in meinem Notebook. Dies würde ich als die “Mindestkonfiguration” ansehen. Auf meiner SSD sind noch 50GB frei und das obwohl nur 3 Spiele, Office Applikationen und ein paar Entwicklungstools installiert sind. Die Datenmenge wird leicht unterschätzt und der Aufpreis von 128 auf 256 ist noch erschwinglich.

Neben meinem Notebook habe ich noch eine 2TB HDD mit 7200upm USB 3.0. Jedoch ist der Unterschied stark spürbar, ob die Daten nun über die externe HDD oder die interne SSD bezogen werden. Somit verwende ich die externe Festplatte nur als Datenspeicher, um die meist verwendeten Programme und Spiele direkt auf der SSD lagern zu können.

Hier noch ein Screenshot der Benchmark der SSD.

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Die Maximale Lese- und Schreibrate liegt bei einer SATA 6.0 bei 600MB/s. Jedoch ist dies nur der Theoretische Wert der in der Praxis nicht erreicht werden kann. Verglichen mit alternativen SATA 6.0 SSD’s, befindet sich die eingebaute SSD im Razer Blade in der Top Liga.

Im Detail – Display

Der einzige Kritikpunkt am Razer Blade ist der Bildschirm. Die Auflösung ist ausreichend und die Bildschirmgröße optimal für Unterwegs, jedoch lässt die Farbintensität und der Betrachtungswinkel sehr zu wünschen übrig. Blickt man nicht im richtigem Winkel in den Bildschirm, so lässt die bereits geringe Farbintensität noch weiter nach.

Es handelt sich um ein TN Panel, was sich für Spiele ideal eignet. Ein TN Panel hat eine sehr geringe Reaktionszeit im Vergleich zu LCD’s und wurde vielleicht aus diesem Grund auserwählt.

Im Detail – Akku

Die Laufzeitangaben auf der Homepage des Herstellers und die reale Laufzeit unterscheiden sich meistens. Auch in diesem Fall. Im Office Betrieb hält mein Blade rund 4 Stunden. Im Spielbetrieb 2 Stunden. In einem Kombinationsfall meistens 3 bis 4 Stunden. Das Netzteil wird zwar mit einem Amerikanischem Stecker geliefert. Jedoch kann das Kabel vom Netzteil getrennt und durch ein Deutsches getauscht werden. Das Netzteil ist 110 – 250V und 50/60Hz fähig.

Das Netzteil gibt ein leises pfeifen von sich. Dies konnte ich auch in Japan feststellen, als ich dort das Netzteil verwendet habe. (Japan 110V 50Hz)

Design / Verarbeitung

Zu diesem Punkt gibt es nicht viel zu berichten. Das Razer Blade ist und bleibt das Stylische Notebook auf dem Markt. Das Case ist aus schwarz eloxiertem Aluminium. Es ist sehr schwer einen Kratzer auf der Oberfläche zu erzeugen. (Nein, ich habe das nicht ausprobiert. Jedoch bin ich schon oft mit dem Handy oder Schlüssel gestreift, ohne einen Krazer hinterlassen zu haben.)

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Sonstiges

Zu beginn hatte ich noch Probleme mit der Webcam. Das Bild blinkte rot und grün bei einem schlechtem Lichtverhältnis. Nach einer Anfrage im Supportcenter bei Razer, wurde mir über Teamviewer ein Firmware Upgrade installiert. Das Problem wurde damit vollständig behoben.

Auch mit dem Killer Wireless habe ich so meine Probleme. Mein altes HP Notebook hat immer ein stärkeres Signal als das Blade. Wo das Blade bei 5% knabbert, prahlt mein altes HP Elitebook 8530w mit über 60% Signalstärke.

Das Blade verfügt über eine grün beleuchtete Tastatur und einem beleuchtetem Razer Logo auf dem Bildschirmrücken. Die Helligkeit der Tastatur kann per F10 und F11 reguliert werden.

Resümee

+ Leistung
+ Design
+ Akku Laufzeit
+ Kompaktheit
+ Preis
+ 1 freier SSD Slot

– Bildschrim
– Webcam
– Netzteil
– WLAN
– RAM nicht erweiterbar

Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann ist, dass viele sich über den Preis des Blades beschweren. Sucht man sich nur Leistungs ähnliche Geräte, wird man schnell feststellen, dass in dieser Leistungsklasse unter 1500€ nichts zu finden ist. (Notebooks) Zudem ist es das Erste und einzige Notebook mit diesen Spezifikationen. Mein altes Notebook, HP Elitebook 8530w, kostete 1750€ vor 4 Jahren. Für das Blade habe ich satte 1800€ hingeblättert. Somit unterscheiden sie sich  zwar kaum vom Preis, jedoch stark in ihrer Leistung. (4 Jahre sind eine lange Zeit. Jedoch war mein HP Elitebook zur Kaufzeit kein Gaming Notebook, sondern ein fortgeschrittenes Office Book.)

Summa summarum bin ich sehr zufrieden und überglücklich. Nach über 4 Monaten freue ich mich immer noch das Blade in den Händen zu halten. Eine Top Kaufempfehlung!

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